Im Zuge des Wandels hin zu einer nachhaltigeren Energieversorgung spielt der Verbraucherschutz eine entscheidende Rolle. Wir freuen uns, Ihnen heute unseren neuen Präsidenten des Verbraucherschutzverbands für Erneuerbare Energien vorstellen zu dürfen. In diesem exklusiven Interview teilt er seine Visionen, Ziele und Pläne für die Zukunft der erneuerbaren Energien und wie er den Verbraucherschutz in diesem Bereich stärken möchte. Lesen Sie weiter, um mehr über seine Strategien und seine Begeisterung für eine grünere Zukunft zu erfahren.
Interviewer: Herr Juliano, vielen Dank für Ihre Zeit. Können Sie mir und den Lesern etwas zu Ihrer beruflichen Vita sagen?
Hr. Juliano: Ich habe Betriebswirtschaft studiert und vor einigen Jahren hat mich ein Freund für den Bereich PV-Anlagen bei der Firma E.ON begeistern können. E.ON wollte in dieser Phase ihr PV-Geschäft für Hausanlagen massiv ausbauen. Unsere Zahlen im Gebiet Frankfurt haben wir schnell erreicht. Ein Grund dafür war sicherlich das Vertrauen der Kunden in die Marke E.ON. Leider wurden nur einige Projekte aus unserem Gebiet realisiert. Viele Kunden wurden durch die Kündigung ihrer Verträge vor den Kopf gestoßen. Dieses Verhalten von E.ON war für Berater untragbar. Ich bin mir sicher, dass E.ON heute ihre Aufträge professionell abwickelt. Danach bin ich zum Energieversorger Mittelrheintal gewechselt; dieses Gastspiel war jedoch nur von kurzer Dauer. Daheim-Solar war damals ein Unternehmen, das von jungen Leuten geführt wurde. Neben den geschäftsführenden Gesellschaftern waren noch der Energieversorger Thüga und Tega, ein Energieversorger aus den neuen Bundesländern, beteiligt. Meine Erfahrung ist, dass Kunden viel Vertrauen in Energiekonzerne haben, dafür jedoch oft zu teure Anlagen mit mittelmäßiger Qualität in den Bereichen Dach- und Elektromontage erhalten. Die Anlagen werden von Subunternehmern montiert und nicht von den Monteuren der Versorger. Einige Versorger haben PV-Unternehmen gekauft und hoffen, dass damit die Qualität für die Kunden steigt. Heute arbeite ich als Berater für die Firma Closesystems/Deutschesolarunion. Wir montieren die Qualität, die ich mir schon immer für meine Kunden gewünscht habe.
Interviewer: Wie sehen Sie die Energiewende im Allgemeinen?
Hr. Juliano: Ich bin davon überzeugt, dass die Energiewende in Asien, Indien, Afrika und Russland gelingen wird. Für Deutschland und Europa hoffe ich es. Die Energiewende wird nicht bis 2050 abgeschlossen sein, da bin ich mir sicher. Der Rest ist Politik.
Interviewer: Was sind Ihre Hauptziele und Prioritäten in Ihrer neuen Rolle als Präsident?
Hr. Juliano: Ich möchten das Wissen von meinen Kollegen und mir so gut es geht der Allgemeinheit zugänglich machen. Transparenz, Leistung und Qualität ist die Losung in diesem Jahrhundert.
Interviewer: Wie wollen Sie sicherstellen, dass Verbraucher ausreichend und korrekt über erneuerbare Energien informiert werden?
Hr. Juliano: Wir leben in einem Informationszeitalter, daher ist es einfach, Informationen unter das Volk zu bringen. Vorträge, YouTube-Filme und nicht zu vergessen unsere Internetseite.
Interviewer: Welche Maßnahmen planen Sie, um den Zugang zu erneuerbaren Energien für alle Verbraucher zu erreichen?
Hr. Juliano: Wir können den Zugang nicht gewähren. Was wir können, ist informieren und empfehlen. Vor allem braucht es die entsprechenden Finanzierungskonzepte, die von den Banken und der Politik mitgetragen und umgesetzt werden. Es kann nicht sein, dass man sein Haus für eine neue Wärmepumpe verkaufen muss, nur weil man 70 Jahre alt ist. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
Interviewer: Wie wollen Sie sicherstellen, dass die Qualität von Produkten und Dienstleistungen im Bereich erneuerbare Energien gewährleistet bleibt?
Hr. Juliano: Diese Frage ist sehr wichtig. Wir laufen Gefahr, dass gerade Produkte aus dem nicht-europäischen Raum an Qualität verlieren. Der Grund dafür ist die Auftragsschwäche in Deutschland und Europa. Den Unternehmen fehlen die entsprechenden Umsätze. Gerade in Asien will und kann man nicht auf die Gewinne verzichten. Dies hat zur Folge, dass günstigere Teile in die Produkte eingebaut werden. Noch sind wir nicht so weit. Man muss mit Herstellern von PV-Speichern, Wärmepumpen und Modulen reden. Das werde ich tun.
Interviewer: Inwiefern werden Sie mit anderen Organisationen zusammenarbeiten, um den Verbraucherschutz in diesem Bereich zu stärken?
Hr. Juliano: In Asien sagt man: Ich bin jedermanns Freund, bis jemand mir zeigt, dass er nicht mein Freund sein will. Ich würde mich freuen, wenn verschiedene Verbände eng zusammenarbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass man selbst von der Atomkraftlobby noch viel lernen kann. Schließlich geht es um unser Land und dessen Zukunft.
Interviewer: Welche Rolle sehen Sie für erneuerbare Energien in der Zukunft der Energieversorgung und wie können Verbraucher dabei unterstützt werden, diese Umstellung zu machen?
Hr. Juliano: Es kommt auf die jeweilige Regierung an und darauf, was Brüssel will. Erneuerbare Energien sind, wie bereits erwähnt, für den Konsumentenstrom eine tolle Sache. Ich glaube, davon kann man auch die AfD überzeugen, sollte sie jemals an die Macht kommen. Dieses Rad kann man nicht zurückdrehen.
Interviewer: Wie wollen Sie sicherstellen, dass Verbraucher vor betrügerischen oder irreführenden Praktiken im Bereich erneuerbare Energien geschützt werden?
Hr. Juliano: Wie bereits erwähnt, streben wir danach, auf jeder Ebene Transparenz für den Verbraucher zu schaffen. Zusätzlich empfehlen wir Unternehmen, die sowohl durch ihre Leistung als auch durch ihre Qualität überzeugen.
Interviewer: Was sind Ihre langfristigen Visionen für den Verbraucherschutz im Bereich erneuerbare Energien und wie wollen Sie diese umsetzen?
Hr. Juliano: Visionen sind die Realitäten im Leben der Zukunft, sagt man. Ich hoffe, dass wir mit unserem Wissen aus der Praxis sowohl dem Bürger als auch der Politik bei ihren Entscheidungen unterstützen können. Wenn wir das erreichen, sind wir gut.
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